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Vereinschronik der Kolpingsfamilie Mainburg

50 Jahre, nachdem Adolph Kolping sein bahnbrechendes Sozialwerk ins Leben gerufen hatte, wurde am 24. Mai 1895 der kath. Gesellenverein Mainburg gegründet.

Der erste Präses war Pfarrer Ignaz Bogenberger, nach dessen Protokollbuch dem Vorstand angehörten: die beiden Handwerksmeister Michael Gebendorfer und Vinzenz Söckler, der Vorstand des Arbeiterunterstützungsvereins Franz Alkofer und der Herbergsvater Paul Münsterer, außerordentliche Vorstandsmitglieder waren Michael Kirchberger und der erste

Altgeselle Eduard Leidig. Bei der Gründung traten sofort zwanzig Mitglieder und vierundzwanzig außerordentliche Mitglieder dem Verein bei.

Aufgenommen wurden ledige kath. Handwerksgesellen, die aus der Feiertagsschule entlassen worden waren. Schon bei der ersten Monatsversammlung begann man, wie es Kolping gefordert hat, mit der geistigen, religiösen und beruflichen Unterweisung und Fortbildung der Mitglieder. Die Vortragstätigkeit wurde all die Jahre hindurch mit erstaunlich vielseitigen Themen fortgesetzt. Als Redner stellten sich neben dem Präses vor allem angesehene Männer aus der Mainburger Bürgerschaft zur Verfügung, wie z. B. Lehrer Falk, Landtagsabgeordneter Johann Aigner und Rechtsanwalt Dobel.

Sehr bald freundete man sich im Verein aber auch mit den „Musen“ an, und Gesang und Theaterspiel standen in großem Ansehen. Den ersten Höhepunkt in der Vereinsgeschichte bildete die Fahnenweihe am 24. Juni 1897, bei der der Bruderverein Wolnzach die Patenschaft übernahm. Die Fahne - sie hat glücklicherweise die beiden Weltkriege überstanden - kostete damals 405 Mark, wobei durch Sammlungen 392,50 Mark aufgebracht wurden. An dieser Fahnenweihe beteiligten sich 22 Vereine, u. a. aus München, Ingolstadt und Landshut. Bürgermeister Michael Hällmayr begrüßte die Anwesenden, den Festprolog sprach Frl. Maria Kopp, und die Liedertafel bot Gesangsvorträge bei der Weihehandlung am Marienbrunnen.

Neben vielen frohen Stunden war der Verein auch bestens um das materielle und geistige Wohl seiner Mitglieder besorgt: 1908 wurde darum das eigene Verbandsblatt des Gesellenvereins eingeführt, und der sog. „Hausfond“ gegründet, mit dem es folgende Bewandtnis hatte: Die Handwerksgesellen gehörten damals zu den am weitest gereisten Leuten des Bürgertums. Das überall verbreitete Kolpingwerk gab den Mitgliedern erst die Möglichkeit des Gesellenwanderns. Durch den Hausfond wurden dem wandernden Gesellen 20 Pfennig ausbezahlt, später kamen Abendessen und Übernachtung dazu, beides wurde vom Herbergsvater Münsterer kostenlos gestellt.

Kolpingsfamilie Mainburg 1909
(1909 vor der Vereinsfahne von 1897)
Untere Reihe v.l.n.r.: Paul Münsterer jun., Vinzenz Söckler jun., Johann Schmid, Anton Kirchberger, Sebastian Weinmayer, Vinzenz Söckler sen., Paul Münsterer sen., Franz Schwarz, Josef Katzl, Josef Amberger, Klement Werkmann; zweite Reihe: Franz Gebendorfer, Josef Preitnacher, Thomas Röll, Josef Huber, Anton Wagner, (unbekannt), Andreas Karl, (unbekannt), Rupert Leidig, Anton Heinz, Anton Huber, Xaver Kremmer, (unbekannt), Sebastian Niedermeier, Josef Daffner, (unbekannt); dritte Reihe: Michael Brunner, Klement Seiler, Sebastian Esterbauer, Hans Englmaier sen., Heinrich Döppel, Xaver Koch, Josef Nißl; vierte Reihe: Otto Burg, Ludwig Burg, Hans Dimbeck.

Zum allgemeinen Bedauern verließ am 20. November 1911 Pfarrer Bogenberger Mainburg. Sein Nachfolger war Pfarrer Josef Straub, der jedoch am vorletzten Tag des Jahres 1912 verstarb. Nach kurzer Amtstätigkeit des Herrn Pfarrprovisors Perlinger folgte Pfarrer Josef Bauer als Präses (1913 - 1919), unterstützt während des Krieges durch Herrn Pater Cantius, der bis 1921 selbst Präses war. Es war durch Beschluss vereinbart worden, dass dem Kooperator des Ortes das Präsesamt und dem Pfarrer das Amt des Vizepräses übertragen werden soll. Mit Mut und Eifer von allen Seiten wurde nach dem Krieg das Vereinsleben auf allen Gebieten wieder angepackt. lm Jahre 1922 übernahm Herr Pater Facundus das Amt des Präses von Pater Cantius, der in die Missionsarbeit ging. Pater Facundus war ein Mann

von außergewöhnlicher Aktivität und Vielseitigkeit, und voll Verständnis für die von Krieg und Elend verstörten jungen Menschen. Zeitgemäße Vorträge gaben neuen Lebensmut; eine Gesellenmusikkapelle, gegründet durch Herrn Größmann, belebten die Zusammenkünfte; das Laienspiel wurde wieder eifrig gepflegt. Die kath. Ortsvereine erstellten eine eigene Bühne, die im „Christlsaal“ aufgestellt wurde. Mit großem Erfolg gingen damals die Stücke „Jedermann“, „Der Alpenkönig und Menschenfeind“, „Die Zauberinsel“, „der Freischütz“, „Die Zunftmeister von Nürnberg“ und „Faust“ über diese Bühne. 1923 kamen Diözesanbischof Antonius und Abt Simon von Scheyern zum Katholikentag nach Mainburg; Vorbereitung und Durchführung des Tages lagen in den Händen des Präses des Gesellenvereins, der als besonderen Beitrag ein Passionsspiel aufführte. lm Juli 1925 folgte das 30-jährige Stiftungsfest im üblichen Rahmen. (Bereits 1920 hatte man die 25-Jahr-Feier mit dem Patenverein Au bei Freising festlich begangen).

Auf Grund ihrer Verdienste um den Verein wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt: die Herren Gebendorfer, Aigner, Gschwendtner, Söckler, Popp, Anton Huber, Josef Nißl, Hans Schmid. Auf den internationalen Gesellentagen 1922 in KöIn und 1927 in Wien waren jeweils Abordnungen des Mainburger Vereins mit Fahne vertreten.

Nach 10 Jahren segensreicher Tätigkeit nahm Pater Facundus Abschied von Mainburg. Sein Nachfolger, Pater Erich, musste miterleben, wie sich die Schwierigkeiten nach dem Deutschen Gesellentag in München im Juli 1933, der von mehreren Mainburgern besucht wurde, immer mehr häuften. Sie endeten für den Gesellenverein mit dem Verbot.

Bis 1935 trafen sich die Mitglieder mit Pater Erich noch zu den Wochenversammlungen, dann hören die Einträge im Protokollbuch auf.

Eine neue Epoche in der Vereinsgeschichte begann am 16. Oktober 1946, als der Verein durch Herrn Pfarrprovisor Georg Boxhammer mit 11 Mitgliedern als Kolpingsfamilie im neuen Vereinslokal beim Hofwirt wieder gegründet wurde.

Im Jahre 1947 übernahm Herr Pater Palmatius das Amt des Präses. Ein Jahrzehnt lang prägte er das Gesicht der Kolpingsfamilie, und es gelang ihm, sie wieder zum Blühen zu bringen. Nach langwierigen Verhandlungen erreichte er bei den Besatzungsbehörden

die Gründung einer Jungkolpinggruppe, in der die Lehrlinge und Schüler zusammengeführt werden, und das Gruppenleben jugendgemäß gestaltet werden kann.

Pater Palmatius war in all diesen Jahren des Neuaufbaus die Triebkraft des Vereins, aber auch gleichzeitig allen Kolpingssöhnen ein väterlicher Freund.

Seine beiden langjährigen Senioren Sebastian Rabl und Franz Eder haben in treuer und bewundernswerter Weise ihre ganze Kraft für das Kolpingwerk eingesetzt, bestens beraten und unterstützt vom unermüdlichen Altsenior Jakob Burg, der dieses Amt 12 Jahre innehatte.

Besonders herausragende Leistungen im Leben der Kolpingfamilie stellten die großen Laienspiele dar, u. a. „Der Freischütz, Lumpazivagabundus und Jedermann“, Stücke, die heute in lebendiger Erinnerung sind.

Kolpingsfamilie Mainburg - Theater "Jedermann" 1950 im Christlsaal mit Franz Eder und Max Brem
(Theater "Jedermann" 1950 im Christlbräu mit Franz Eder und Max Brem)

Das Gesellenkranz’l wurde unter Pater Palmatius zu einem Höhepunkt im Mainburger Fasching.

In seine Zeit fiel auch das 60-jährige Stiftungsfest. Diözesanpräses Karl Böhm hielt für die Mitglieder einen Einkehrtag im Kinderhort. Am Abend des 11. November 1956 versammelte sich die ganze Kolpingsfamilie im Saal der Seidlbrauerei zu einem großen Festakt. Altsenior Jakob Burg hielt das Festreferat über die geschichtliche Entwicklung des Vereins, der Präses rief in einer richtungweisenden Festrede zu Treue und Gemeinschaft im Geiste Kolpings auf. Die Gründungs- und Ehrenmitglieder Gebendorfer und Nißl wurden besonders geehrt.

Herr Pater Palmatius wird in den Annalen der Kolpingsfamilie Mainburg immer einen Ehrenplatz einnehmen.

lm Jahre 1957 übernahm Herr Pater Caspar das Amt des Präses. Ihm gelang es, das Werk seines Vorgängers weiter zu festigen, und die Mitglieder vor allem durch seine Lieder zu begeistern. In den Wochenversammlungen spielte der Dia-Projektor als technisches Hilfsmittel eine nicht unbedeutende Rolle. In zunehmendem Maße wurden nun sportliche Wettkämpfe mit benachbarten Kolpingsfamilien durchgeführt, die nie mehr ganz aufhörten. Bei den Veranstaltungen der Dekanatsjugend, z. B. beim Hallertauer Jugendtag am 5. Oktober 1957, nahmen die Kolpingssöhne regen Anteil.

Als am 17. August 1959 Herr Pater Caspar, der singende Kapuziner, Mainburg verließ, trat Herr Pater Agathangelus als Nachfolger in sein Amt ein. Film- und Farbdiavortrage wechselten mit Tonbildern, Quiz- und Liederabenden. Die alte Tradition der Bergausflüge wurde beibehalten, desgleichen die jährliche Wallfahrt im Mai nach Maria-Hilf bei Osterwaal. Trotz der beginnenden allgemeinen Vereinsmüdigkeit konnte die Kolpingsfamilie unter der gütigen Führung von Pater Agathangelus ihren Stand auch in die 60er-Jahre hinein halten.

Kolpingsfamilie Mainburg - Vereinsausflug 1960
(Vereinsausflug 1960 mit Pater Agathangelus, auf dem Wallberg im Tegernseer Land)

Am 21. September 1962 folgte als neuer Präses Herr Pater Columban. Er verstand es, die Kolpingsfamilie als Gemeinschaft zu stärken und zu begeistern, tatkräftig unterstützt durch Senior Hans Zeilnhofer.

Am 24. Mai 1963 konnte Herr Diözesanpräses Böhm im Beisein von Pater Palmatius 14 Mitglieder für 50-jährige und 23 Mitglieder für 25-jährige Mitgliedschaft mit der goldenen bzw. silbernen Kolpingehrennadel mit Urkunde auszeichnen. Vom 3. Bayerischen Kolpingtag in Altötting am 6./7. Juli 1963 nahmen 28 (!) Mainburger Kolpingssöhne einen nachhaltigen Eindruck mit. Zwei Jahre später erlebten sie beim 3. Internationalen Kolpingtag in Köln die weltweite Gemeinschaft Adolph Kolpings und kamen neugestärkt wieder heim.

Das Theaterspiel haben die jüngeren Kolpingssöhne auf der Bühne des Seidlbräusaales mit Erfolg übernommen, u. a. „Heimweh am Wolgastrand“, „Der Mann am Stadttor“. Alte Bräuche, wie der Nikolausbesuch und das Sternsingen wurden wieder verlebendigt und finden seitdem großen Anklang bei den Mainburgern.

Im Jahr 1964 übernahm Heribert Zenk als Senior die Führung. Er organisierte den Umzug des Vereinslokals vom in diesem Jahr vom Hofwirt zum Seidlbräu als neuem Vereinslokal.

Reinhard Liebner folgte Heribert Zenk 1965 als Senior. Er schaffte es, die Geselligkeit neu zu beleben, gründete den Nikolausdienst und verstand es, die Kolpingjugend in die Kolpingarbeit zu integrieren.

lm Jahre 1966 übernahm in Herrn Pater Guido ein junger Primiziant das Amt des Präses. Seine unkomplizierte und bescheidene Art machte ihn trotz nur einjähriger Tätigkeit in Mainburg bei allen beliebt. Das Vereinsleben nahm den gewöhnlichen Verlauf mit Kolpinggedenken und Gesellenkranz’l als Höhepunkte.

Im September 1967 stellte Herr Stadtpfarrer Gerwald als neuen Präses Kaplan Georg Hartl der Kolpingsfamilie vor. Gleichzeitig übernahm Peter Laubmayer das Amt des Seniors.

Das Erreichte konnte erhalten werden, mancher kleine Schritt nach vorne ist gelungen. Das Theaterspielen wurde mit dem Lustspiel „Der Hochstapler“ wieder aufgenommen; ein besonderes Augenmerk legte man auf die Durchführung von sportlichen

Veranstaltungen, wie etwa Radrennen und Fußballturniere. Mit auswärtigen Gruppen und Vereinen konnten schöne Verbindungen aufgenommen werden. Mehrfach zeichneten sich Kolpingssöhne aus durch ihre Mithilfe zur Verschönerung der Stadtpfarrkirche und durch die Beteiligung an der alle 2 Jahre durchgeführten Altkleider- und Papiersammlung zugunsten guter Zwecke.

Das Sommerfest, Sonntagswanderungen und Wanderversammlungen führen die Kolpingsfamilie immer wieder in froher Runde zusammen und stärken die Gemeinschaft. Mit Eifer sind Kolpingssöhne dabei, das ehemalige Mesnerhaus in der Poststraße
als Vereinsheim zu einem „Haus der offenen Tür“ herzurichten.

Was die Mitglieder und das Leben des Vereins angeht, haben sich in der heutigen Zeit die Gewichte verlagert: Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass jeder Bürgerssohn zur Kolpingsfamilie gehört. Die soziale Bedeutung des Kolpingwerkes in Form der Unterstützung des Gesellenwanderns hat sich gewandelt. Die Kolpingsfamilie ist noch mehr als früher zur Bildungsgemeinschaft geworden, wo sich junge Menschen zusammenfinden, um miteinander zu leben und voneinander zu lernen. Aus diesem Grunde trifft sich der Familienkreis in Altkolping zu eigenen Zusammenkünften; deshalb wird an regelmäßigen Versammlungen festgehalten, weil - im Vergleich zu früheren Zeiten - heute gerade die wenigen Teilnehmer die Chance des Gesprächs und der ganzheitlichen Bildung wahrnehmen können.

1969 übernimmt Helmut Ernstorfer als Senior die Führung der Kolpingsfamilie.

1970 stand ein Großereignis an – das 75-jährige Gründungsfest der Kolpingsfamilie Mainburg. Präses Georg Hartl schrieb die Chronik aufgrund von vorhandenen Dokumenten und Protokollen und bereitete das Jubiläumsfest vor. Senior Helmut Ernstorfer konnte im Seidlbräusaal zum Festabend viel politische Prominenz begrüßen. Darunter waren der Schirmherr, Landrat Dr. Krafft, 1. Bürgermeister Max Spenger, Bezirksrat Sebastian Schenk, stellvertr. Landrat Hans Bachner, 2. Bürgermeister Dr. Kistler, sowie die Stadt- und Kreisräte.

Weiter konnten aus dem Diözesanverband Regensburg Diözesanpräses Domkapitular Karl Böhm und der Festredner Diözesansekretär Helmut Petz begrüßt werden. Ein herzlicher Gruß galt dem ehemaligen Präses aus dem Mainburger Kloster, Pater Columban. Die Vertreter von öffentlichen Behörden, Ämtern und Schulen waren ebenso vertreten, wie die geistlichen Herren aus den umliegenden Gemeinden. Am Folgetag fand ein Kirchenzug mit über siebzig Vereinen statt.

Nach dem Gründungsfest übernahm Pfarrer Paul Gerwald das Amt des Präses. Dieser gestaltete mit dem Senior Helmut Ernstorfer das Vereinsleben. In der Zeit von 1970 -1973 standen sportliche und religiöse Veranstaltungen im Vordergrund: Fußball, Kegeln, Skifahren und Spiel ohne Grenzen bildeten dabei die Plattform für viele gemeinsame
Aktivitäten auf Bezirks- und Diözesanebene.

Als Nachfolger von Pfarrer Gerwald und Helmut Ernstorfer übernahmen 1973 Pater Paternus Keck und Robert Burgmeier die Vereinsführung. Es lag im Naturell dieser beiden, dass aufgrund ihrer frohen Gesinnung das Programm der Kolpingsfamilie entsprechend ausgerichtet wurde. Dies bedeutete, dass im gesellschaftlichen Bereich die Schwerpunkte gesetzt wurden. Hierbei fand man zurück zu alten Tugenden der Kolpingsfamilie und führte wieder jährlich einen Ausflug in die bayerischen Berge durch. Das Allgemeinwissen der Mitglieder wurde durch Quizabende gestärkt.

1974 wurde Reinhard Kaindl Senior der Kolpingsfamilie.

In der Zeit bis 1978 verstand es der bisher jüngste Senior der Kolpingsfamilie mit Pater Paternus und einer tatkräftigen Vorstandschaft ein buntes und anspruchsvolles Programm zu erstellen. Neben den gewohnten sportlichen Aktivitäten, Ausflügen und gesellschaftlichen Veranstaltungen, wie Familienkreis, Sommernachtsfest, Johannisfeier und vieles mehr,
wurden in dieser Zeit Schwerpunkte mit sozialkritischen Merkmalen gesetzt. Diese bestanden aus Vorträgen über Aufgaben und Sinn der Bundeswehr und aus Vorträgen Aus- und Fortbildung von Jugendlichen und Erwachsenen. Im Stile von „Jetzt red i“ veranstaltete die Kolpingsfamilie am 16.02.1978 im Seidlbräusaal anlässlich der Kommunalwahlen,
eine Politparty mit den Bürgermeisterkandidaten Max Spenger und Sebastian Kirzinger.

Ab diesem Zeitpunkt wurde jährlich ein Kommunalpolitiker zu politischen Diskussionen eingeladen unter anderem waren dies Landtagsabgeordnete, Landräte, Bezirkstags-präsident, Bürgermeister und Fraktionssprecher aller Parteien. In Zusammenhang mit der ersten Ölkrise im Verlauf der 70er-Jahre war es eine Selbstverständlichkeit, dass dieses Thema in der Kolpingsfamilie thematisiert wurde, und dass über die Verwendung von natürlichen Rohstoffen und anderen Ressourcen diskutiert wurde.

Mit Rudolf Huber wurde 1978 erstmals ein Senior gewählt, der verheiratet war. In der bisherigen Geschichte der Kolpingsfamilie war in der Vergangenheit immer ein lediges Mitglied zum Vorsitzenden/Senior gewählt. Rudolf Huber forcierte die Jugendarbeit. Er motivierte Jugendliche Verantwortung in der Jugendarbeit zu übernehmen. Sein Ziel war es, ein Programm zu erstellen, das sowohl die Jugend als auch die Erwachsenen ansprach. Unter der Leitung und Initiative des Pfarrers und Präses Georg Johann wurde die Stadtpfarrkirche innen und außen renoviert und der Kauf einer neuen Orgel für die Stadtpfarrkirche wurde beschlossen.

Die Kolpingsfamilie steuerte ihren finanziellen Beitrag aus der Altkleider- und Papiersammlung von 1980 bei. 1982 wurde auf Einladung des damaligen Innenministers Fritz Zimmermann (CSU) der Bundestag und Bundesrat sowie am folgenden Tag die Kolpingzentrale in Köln besichtigt. 1982 wurde auf Initiative des Präses Alois Lehner in Mainburg erstmals in Erwägung gezogen, für die katholischen Vereine ein Vereinszentrum zu erbauen. Die Kolpingsfamilie Mainburg konnte 1985 im Rahmen der 90-Jahrfeier aus dem Erlös der Altkleidersammlungen einen Betrag von 10.000 DM sowie einen weiteren Betrag für die kommunikative Ausstattung des Pfarrheims für TV/Video, Leinwand und Tageslichtprojektor zur Verfügung stellen.

Peter Laubmayer stellte zum 90-jahrigen Jubiläum eine Chronik sowie einen Bildervortrag zusammen. Die Kolpingsfamilie Mainburg hatte immer zum Ziel, die selbstauferlegten Aufgaben autonom zu gestalten und zu finanzieren. Dies bedeutete für die Verantwortlichen, dass neue Wege und Mittel gefunden werden mussten, um die Finanzierung sicherzustellen. Dabei wurde neben der Altkleider- und Papiersammlung, Weihnachtsbazar mit einer selbstgebastelten Ware, der Nikolausdienst für Familien von anfangs zwei Nikolauspaaren auf acht Nikolauspaare ausgedehnt. Mit Präses Alois Lehner wurde in Mainburg das Pfarrfest als gesellschaftliches Ereignis eingeführt. Bei der Organisation und Durchführung der Pfarrfeste ist die Kolpingsfamilie voll integriert.

Kolpingsfamilie Mainburg - Vereinsausflug 1981 in die Wachau
(Im Jahre 1981 führte der Vereinsausflug die Kolpingsfamilie Mainburg in die Wachau)

Nach neun erfolgreichen Jahren von Rudolf Huber, der 1987 zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde, folgte 1987 Rupert Kollmannsperger als Vorsitzender der Kolpingsfamilie. Neben den bereits erwähnten Tätigkeiten wurde nun das Programm der Kolpingsfamilie in den musischen und geisteswissenschaftlichen Bereichen erweitert. So wurde in Wien das Musical „Cats“ besucht und eigene Seminarreihen in den Kolpinghäusern Lambach, Immenreuth und Teisendorf durchgeführt.

1990 übernahm Wolfgang Friedl als Vorsitzender die Verantwortung in der Kolpingsfamilie.

In den 90er Jahren konnte das schon umfangreiche und anspruchsvolle Programm der Kolpingsfamilie nochmals erweitert werden:Spielwoche für Kinder in der Ferien-zeit, Familientag jeweils am Pfingstmontag, Maiandachten in den benachbarten Kapellen um Mainburg, Jugendgottesdienste und Bezirksversammlungen. 1992 konnte das 10-jährige Jubiläum bezüglich der Renovierung der Michaelskapelle begangen werden. Diese konnte 1982 unter erheblicher Beteiligung der Kolpingsfamilie vor dem Verfall bewahrt werden.

1993 wurde Xaver Schlemmer zum Ehrenmitglied ernannt. Er folgte somit den bereits verstorbenen Ehrenmitgliedern Sebastian Rabl und Ludwig Gruber. 1995 wurde Peter Laubmayer aufgrund seiner Verdienste um die Kolpingsfamilie Mainburg zum Ehrenmitglied ernannt.

Gründungstag der Kolpingsfamilie 24.05.1895-1995
Im Jahr 1995 war die größte Jubiläumsfeier der Vereinsgeschichte geplant. 100 Jahre Kolpingsfamilie Mainburg war für die Mitglieder eine Herausforderung aber auch ein Auftrag, die Kolpingsfamilie in der Öffentlichkeit entsprechend zu präsentieren. Die Verantwortlichen des Festausschusses um Ausschussvorsitzenden Peter Laubmayer erstellten ein Festprogramm mit folgenden Zielen:

Zielsetzung
- primäres Ziel war es, die Ideale Kolpings an die Bevölkerung zu kommunizieren

- die Mainburger Bevölkerung in die Gestaltung der Feierlichkeiten mit einzubeziehen

- den Kolping-Diözesanverband-Regensburg sowie den Bezirksverband Hallertau mit
einzubeziehen

- Die Mitglieder der KF-Mainburg in die Vorbereitungen voll zu integrieren

- die Mainburger Jugend an der Feier teilhaben zu lassen

- das Fest soll weitgehend durch Spenden finanziert werden, ein finanzieller Ausgleich durch
die Vereinskasse war möglich.

- ein Finanzrisiko war zu vermeiden.

- eine Feier zu inszenieren die allen Beteiligten Freude bereitet und vielen ein unvergess-
liches Ereignis bleiben sollte

Konstituierende Sitzung des Festausschusses
Der Festausschuss tagte erstmals am 17.06.92. Hier wurden die Festausschussmitglieder ernannt und die weitere Vorgehensweise beschlossen.

Schirmherr
Eines der ersten Aufgaben des Festausschusses war, einen Schirmherren zu bestellen. Josef Egger, 1. Bürgermeister von Mainburg übernahm diese ehrenvolle Aufgabe sehr gerne. „Für ein solch großes Ereignis die Schirmherrschaft übertragen zu bekommen, erfülle ihn mit Stolz“, so seine Antwort auf unsere Anfrage.

Organisation des Festausschusses
Finanzen : Alois Meindorfer/Klaus Haberländer
Jugendvertretung : Nicole Haberländer/Gabi Graßl
Internationales Familienfest : Johann Schuberthan
Diözesanfamilienfest : Helmut Auer
Festabend : Peter Laubmayer
Kirchen- u. Festzug : Rudi Huber
Dokumentation : Peter Laubmayer
Kirchliche Handlung/Moderation : Wolfgang Friedl
Gesamtkoordination : Peter Laubmayer

Programmgestaltung für das Festjahr
Der Festausschuss kam schon bald zu der Überzeugung, dass die Kolpingsfamilie Mainburg das Jubiläum dazu verwenden sollte, über ein Festwochenende mit Festabend und Festtag, weitere Veranstaltungen im Verlauf des Jahres durchzuführen.

Internationaler Familientag am 02. April.1995
Mit dem Internationalen Familientag wollte die Kolpingsfamilie mit dem Internationalen Kulturverein Mainburg alle Nationalitäten, die in Mainburg ansässig sind zu einem großen Fest in der Stadthalle zusammenführen. Das Singspiel, „Tätige Liebe heilt alle Wunden“, das extra für diesen Zweck von Paul Weininger geschrieben und von Martin Göth vertont wurde, sollte dies spielerisch ermöglichen.

Resonanz:
Die Stadthalle war mit über 300 Besuchern überfüllt. Die Aufführung erfuhr nicht nur in Mainburg eine besondere Beachtung. Durch die Anwesenheit des Diözesanvorsitzenden Reinhard Dillinger und eines Mitarbeiters der Öffentlichkeitsabteilung des Zentralen Kolpingwerkes Deutschland wurde unser Intern. Familientag über das Kolpingblatt im gesamten Bundesgebiet bekannt.

Diözesan-Familientag ( 21. Mai 1995 )
Motto des Diözesan-Familientages: „Gemeinsam unterwegs - damit Familie gelingt“

Am 05.03.93 wurde der Antrag an den DV-Regensburg, die Diözesanvollversammlung 1995 in Mainburg abzuhalten, anlässlich der Diözesanvollversammlung in Regensburg, mit 233 zu 236 Stimmen abgelehnt. Als Ersatz bot der DV-Regensburg an, einen Diözesanfamilientag in Mainburg abzuhalten.

Ziel dieses Familientages war es, die gesamte Breite der Kolpingsarbeit der Bevölkerung nahe zu bringen. Schwerpunkte waren dabei Gesprächsforen, Spielstände, Infostände der Kolpingsarbeit in den Ortsvereinen und Diözesanebene. Der Mainburger Griesplatz wird zur riesigen Spielwiese, berichtete die Hallertauer Zeitung.

Ein erstes Highlight war sicherlich der Empfang am Vorabend im großen Sitzungssaal im Rathaus. Eingeladen waren Vertreter des DV Regensburg und der Kolpingsfamilie Mainburg. Dabei tauschten die Stadt Mainburg und der DV Regensburg Erinnerungsgeschenke aus. Der gesamte Festausschuß, Altsenior Horst Biberger, Kassier Heribert Zenk, Präses Alois Lehner sowie das Ehrenmitglied Xaver Schlemmer waren dazu eingeladen

Über vierzig Kolpingsfamilien beteiligten sich am Morgen am Kirchenzug. Die Festpredigt hielt Diözesanpräses Harald Scharf. Im Mittelpunkt der Predigt stand das Bibelwort aus dem Johannes-Evangelium „ Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“. In Konzelebration hielten mit Dekan und Präses Alois Lehner, Harald Scharf und Landespräses Hans Stadler die hl. Messe. Die Gruppe Jonatan gestaltete unter der Regie von Monika Habel den musikalischen Rahmen dieser hl. Messe und trat am Nachmittag in einem offenen Singen auf der Bühne am Griesplatz auf. Um 13.00 Uhr begrüßten Diözesanvorsitzender Reinhard Dillinger und 1. Bürgermeister Josef Egger die Besucher und Teilnehmer. Die politische Prominenz reichte vom Landrat Dr. Hubert Faltermeier über Bezirkstagspräsident Sebastian Schenk, den Bürgermeistern Franz Gmeiner und Simon Steiger sowie Stadt- und Kreisräte aller Fraktionen. Zum Abschluss fand auf dem Marktplatz eine Maiandacht mit Kindersegnung statt.

Resonanz:
Der Diözesantag wurde von 40 Kolpingsfamilien gut besucht. Die Mainburger Bürger nahmen aus unserer Sicht zu wenig Gebrauch, sich über die Arbeit im Kolpingwerk zu informieren. Die Vorstandschaft des DV-Regensburg war von der Organisation und Durchführung sehr angenehm angetan. Radio Charivari und das Bayerische Fernsehen berichteten in ihren Programmen über den Diözesanfamilientag. Das Kolpingblatt (Köln) und Kolping Intern (Regensburg) berichteten in ihren Ausgaben.

Festwochenende ( 15./16. Juli 1995 )
Festabend
Der Höhepunkt der gesamten Jubiläumsfeier war zweifelsohne das Festwochenende. Der Festabend in der festlich geschmückten Stadthalle, kann als gelungen bezeichnet werden. Die Verpflichtung des „Blechbläser-Consorts“ aus Regensburg ist bei allen Besuchern sehr positiv aufgenommen worden. Präses Alois Lehner resümierte in seiner Festansprache über die Leistung Adolph Kolpings und sein Werk. Die Beteiligung durch die Vertreter öffentlicher Ämter war überaus zahlreich. Die Ehrengäste zählten 57 Besucher, darunter der Landrat Dr. Faltermeier, die Bürgermeister Josef Egger, Franz Gmeiner und Simon Steiger, der vollständige Mainburger Stadtrat und die Mainburger Kreisräte. Höhepunkt des Festabends war die Verleihung der Stadtmedaille in Silber durch den 1. Bürgermeister Josef Egger an die Kolpingsfamilie anlässlich des 100-jährigen Gründungsfestes „ aufgrund verdienstvollen Wirkens“. Ein weiterer Höhepunkt war die Ehrung von Dekan und Präses Alois Lehner mit der Ehrennadel des Kolping-Diözesanverbandes Regensburg. Diözesanvorsitzender Reinhard Dillinger würdigte die Verdienste von Stadtpfarrer Lehner. 1. Vorstand Wolfgang Friedl nahm die Ehrungen für langjährige Mitglieder vor. So konnten für 25 Jahre Mitgliedschaft Robert Burgmeier, Alois Meindorfer, Klaus Haberländer und Josef Remiger geehrt werden. Zum 40-jährigen gratulierte Friedl, Josef Brunner, Martin Bolling, Anton Resch, Heribert Zenk, Jakob Einhauser und Josef Meier. Das 50-jährige Jubiläum konnten begehen: Max Kriegleder, Franz Haimerl und Walter Schwarz. Peter Laubmayer wurde die Urkunde für die Ehrenmitgliedschaft nachgereicht. Vorsitzender Wolfgang Friedl überreichte eine Kolpinggedenkmünze in Gold an den 1. Bürgermeister Josef Egger, für die Übernahme der Schirmherrschaft und an alle Sprecher dieses Abends und ehemaligen Präsides und Vorsitzenden der Kolpingsfamilie einen Glasbierkrug mit Zinndeckel und Jubiläumslogo. Klaus Haberländer u. Nicole Haberländer hatten im Foyer eine Bilder- und Textserie über die Geschichte der Kolpingsfamilie ausgestellt und berichteten anhand von Filmaufzeichnungen in einer Chronik über die Aktivitäten des Vereinsgeschehens. Die Kolpingjugend führte zwei humorvolle Sketche auf („das Riesenrad“ und „ die Musikprobe“ frei nach Karl Valentin). Die Beteiligung der Kolpingsmitglieder und deren Angehörigen war wie erwartet gut. Die Stadthalle war bis auf den letzten Platz besetzt. Bedingt durch die große Anzahl der Mitglieder erwies sich die Stadthalle im Fassungsvermögen als zu klein um weitere Gäste einladen zu können. Leider war es dadurch nicht möglich, die Vertreter Mainburger Vereine am Festabend teilhaben zu lassen.

Festtag
Der Festtag begann zum Unmut einiger Mainburger Bürger um 6.00 Uhr morgens sehr laut mit Böllerschüssen. Dagegen fand das Standkonzert am Marktplatz um 7.30 Uhr mit anschließendem Marsch mit dem Festausschuss durch die Innenstadt durchaus positiven Anklang. Die Aufstellung zum Kirchenzug verlief reibungslos, wenn auch bis zum Abmarsch nicht alle gemeldeten Vereine anwesend waren. Der Marktplatz bot den Teilnehmern am Festgottesdienst einen grandiosen Anblick. Die Mitglieder des Mainburger Trachtenvereins haben es großartig verstanden, die Sitzbänke für ca. 800 Besucher in geordneter Gruppierung über die von Frau Frühmorgen festlich geschmückten Bühne anzuordnen. Ein herrlicher Blumenteppich, angefertigt von Fr. Zenk und der Kolpingjugend, zierte den Aufgang zum Altar. Die musikalische Gestaltung der hl. Messe, durch die Gruppe Jonatan, war für die Besucher ein Erlebnis. Die vom Diözesanpräses Harald Scharf vorgetragene Festpredigt war inhaltlich und rhetorisch so brillant vorgetragen, dass am Ende spontan applaudiert wurde. Neben Harald Scharf zelebrierten Dekan Alois Lehner, Ex-Diözesanpräses Robert Hüttner, Ex-Präses Pater Agethangelus, Monsignore Katzenmüller
und Kaplan Christian Burkhardt. Im Anschluß an die hl. Messe wurde im Kirchturm die Ehrung für die verstorbenen Mitglieder vorgenommen. Wolfgang Friedl und Rudi Huber legten dazu einen Kranz nieder.

Bedingt durch den anhaltenden Regen verschob sich der Festzug von 14.00 Uhr auf 14.30 Uhr. An die 70 Vereine/Gruppierungen nahmen daran teil. Ein wesentlicher Bestandteil des Festzuges waren einige thematisierte Gruppierungen, diese versuchten das Lebens Adolph Kolpings durch Fußgruppen und Pferdewagen darzustellen. So wurden vom TSV Mainburg die Handwerksgesellen dargestellt. Der TSV Sandelzhausen stellte die Schäfer-Famile Adolph Kolpings dar. Der PSV Mainburg stellte die wandernden Gesellen dar mit dem Gesellenvater Adolph Kolping (Andreas Meindorfer). Die Kolpingsfamilie Mainburg stellte in einem Pferdewagen das Schusterhandwerk mit Adolph Kolping dar und war mit 145 Zugteilnehmern die absolut stärkste Gruppe. Der Gartenbauverein bildete den Abschlusswagen mit einer aus Blumen gefertigten Weltkugel und den Fähnchen der 52 Länder in denen das Kolpingwerk vertreten ist. Der Zug gewann an Attraktivität durch den Einsatz einiger Pferdewagen und Pferdekutschen. Die freiwillige Feuerwehr Mainburg übernahm die Aufgabe, den Festzug über Funkverbindungen zu steuern. Der Ausklang fand im Festzelt statt mit der Überreichung der Gastgeschenke an die teilnehmenden Vereine sowie der Übergabe der Fahnenbänder an die Patenvereine Au und Wolnzach. Die Kolpingsfamilien erhielten eine Musikkassette (MC) mit dem Singspiel vom Internationalen Familientag, die örtlichen Vereine erhielten einen Glasbierkrug mit dem Logo der 100jahrfeier.

Resonanz:
Die Beteiligung der Bevölkerung blieb bedingt durch die widrigen Wetterverhältnisse hinter den Erwartungen. Die Zugänge zu öffentlichen Medien wie Rundfunk und TV waren nicht möglich, obwohl entsprechende Einladungen rechtzeitig verschickt wurden.

Sponsoren
Die Bereitschaft der Sponsoren, das Jubiläumsfest der KF zu unterstützen hat gezeigt, welch hohen Stellenwert die KF in Mainburg hat. Es erwies sich als richtig in der Festschrift auf Anzeigen zu verzichten. Das geplante Ergebnis der Einnahmen wurde weit übertroffen.

Stadt Mainburg
Die Stadt Mainburg, die Verwaltungsorgane und die Vertreter öffentlicher Ämter haben das Jubiläum der KF in einer Weise unterstützt, die in dieser Form nicht zu erwarten war. Es gab nicht eine ablehnende Haltung, alle Wünsche der KF wurden erfüllt. Die Erfahrung mit der Stadtverwaltung und den Vertretern kann nur als sehr positiv dargestellt werden. Die Spende von 2000.- DM und die Verleihung der Stadtmedaille ragten dabei noch heraus.

Zusammenfassung
Die Ziele konnten in den wesentlichen Bestandteilen erreicht werden. Durch die Aktivitäten über das ganze Jahr verteilt, ist es gelungen, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung immer wieder auf die Kolpingsfamilie zu erneuern. Das durchaus positive Image der Kolpingsfamilie, das zweifelsohne bisher auch schon vorhanden war, konnte durch dieses Jubiläumsjahr nochmals verbessert werden. Die Kolpingsfamilie Mainburg und damit sind alle Mitglieder angesprochen, die sich aktiv am Gelingen der Jubiläumsfeier beteiligten, können stolz auf die erbrachten Leistungen sein. Es besteht kein Anlass, dies nicht selbstbewusst zu äußern.

Nach dem sehr arbeitsaufwendigen Vereinsjubiläum ist die Normalität im Vereinsleben zurückgekehrt.

Peter Laubmayer erhält das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten
Staatssekretär Dr. Merkl und Landrat Dr. Faltermeier empfingen Peter Laubmayer am 13.03.1996 im großen Sitzungssaal des Landratsamtes Kelheim und händigten ihm das Ehrenzeichen vom Bayerischen Ministerpräsidenten, aufgrund des Ehrenamtes um die Kolpingsfamilie Mainburg und dem Kolpingverband, aus. Ein weiteres Highlight war der Empfang beim Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber, in der Bayerischen Staatskanzlei im Hofgarten zu München, am 16.09.1996.

„600 Jahre Gallimarkt“ , 03. Oktober 1997
Die Kolpingsfamilie beteiligte sich am historischen Festzug mit einer Fußgruppe in historischer Kleidung, die frühere Berufe darstellte und einen Festwagen mit einer funktionierenden Schmiede und Schusterwerkstatt.

Sebastian (Wast) Dreier zum Ehrenmitglied ernannt, 21. Dezember 1997
Wast Dreier hat in seiner langjährigen Mitgliedschaft verschieden Ämter belegt, u.a. Altsenior und er ist Mitbegründer des Kolpingsingkreises. Darüber hinaus war er viele Jahre Mitglied im Pfarrgemeinderat. Wast Dreier hat sich mit seinem Engagement um die Kolpingsfamilie verdient gemacht.

Heribert Zenk zum Ehrenmitglied ernannt, 18. November 1999
Heribert Zenk war von 1964-1965 1. Vorsitzender (Senior) der Kolpingsfamilie. Seit über zwei Jahrzehnten war er Mitglied des Vorstandes und betreute die Kassenführung. Neben dieser Aufgabe war er seit Gründung des Kolpingsingkreises ein aktives Mitglied im Singkreis. Unser Mitglied Heribert Zenk hat sich in all den Jahren für die Kolpingsfamilie Mainburg und der Pfarrgemeinde als Mitglied des Pfarrgemeinderates verdient gemacht.

Peter Laubmayer kandidiert nicht mehr für den Bezirk-Hallertau, 11. April 2000
Nach 28 Jahren im Dienst des Bezirksverbandes hat der stellvertretende Bezirksvorsitzende Peter Laubmayer sein Amt an seinem Nachfolger Ronald Neumeier abgegeben.

Nikolaus-Workshop im Kolpingferienhaus Immenreuth, 03. - 05. November 2000
Ziel des Workshops war, die Qualität der Auftritte bei den Familien zu erhöhen und ältere/lang gediente Nikolauspaare geben ihre Erfahrungen an junge Nachwuchsleute weiter.

Ronald Neumeier folgt Wolfgang Friedl als 1. Vorsitzender, 31. Oktober 2002
Nach 12 Jahren kandidierte Wolfgang Friedl nicht mehr. Er wird künftig den neuen Vorsitzenden, Ronald Neumeier als Stellvertreter zur Seite stehen.

Vereinsausflüge
In den kommenden Jahren wurde der Vereinsausflug mehr zu kulturellen Städtefahrt. So wurden folgende Städte mit historischem Hintergrund besichtigt. Dresden (2003), Salzburg (2004), Berlin (2006) mit dem Besuch des Bundespräsidialamtes und Schloss Bellevue sowie des Reichstagsgebäudes und Schloss Sans.Souci. in Potsdam, Rom (2007), Prag (2010). Dazwischen waren, wie in den vergangenen Jahren, die traditionellen Bergausflüge in die Bayerischen und Österreichischen Alpen zum Wandern aber auch zum Skifahren.

Besuch des Bayerischen Landtages, 08. Dezember 2003
Auf Einladung des CSU Landtagsabgeordneten Manfred Weber, besuchte die Kolpingsfamilie den Bayerischen Landtag.

25 Jahre Präses Alois Lehner, 17. September 2005
Dieses Jubiläum wurde mit einem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche und einem Festakt im kath. Pfarrheim begangen.

110 Jahre Kolpingsfamilie Mainburg, 01. Oktober 2005
Diese Feier wurde im kleinen Rahmen mit einem Dankgottesdienst in der Stadtpfarrkirche und einem Festakt im Hotel-Gasthof Seidlbräu durchgeführt. In Anwesenheit von 1. Bürgermeister Josef Egger, 2. Bürgermeister Martin Wittmann und 3. Bürgermeister Thomas Kastner, präsentierte Peter Laubmayer einen Rückblick auf die Geschichte der Kolpingsfamilie und einen Film von dem 100-jährigen Gründungsfest.

Rainer Neubauer wird neuer Vorsitzender der Kolpingsfamilie, 18. März 2006
Ronald Neumeier konnte aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidieren.

Präses Alois Lehner begeht 40-jähriges Priesterjubiläum, 01. Juli 2007
Die Kolpingsfamilie nimmt an dem feierlichen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche sowie an der Feier in der Stadthalle teil.

Papstbesuch in Regensburg, 12. September 2009
Eine Delegation von Kolping und Kolpingjugend reisten nach Regensburg auf das „Islinger Feld“ um am Gottesdienst mit Papst Benedikt XVI. teilzunehmen.

Kolpingsfamilie Mainburg e.V. ist ein eingetragener Verein, 07. Oktober 2009
Die Kolpingsfamilie Mainburg ist seit dem 07.10.2009 in das Vereinsregister eingetragen.

Dr. Franz Frühmorgen feiert 25-jähriges Priesterjubiläum, 04. Juli 2010
Die Kolpingsfamilie nimmt an dem feierlichen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche sowie an der Feier, des ehemaligen Kolpingjugendleiters, neben der Kirche teil.

Verabschiedung von Präses Alois Lehner, 31. Juli 2010
Die Pfarrgemeinde verabschiedete Stadtpfarrer Alois Lehner mit einem Festakt im kath. Pfarrheim Rupert Mayer. Die Kolpingsfamilie überreichte zum Abschied, anlässlich des Sommernachtsfestes, am 17.07.2010 ein Fotobuch, mit Fotos vom 40-jährigen Priesterjubiläum.

Abschiedsgottesdienst von Stadtpfarrer Alois Lehner, Kaplan Andreas Ring und Haushälterin Maria Ziegler, 01. August 2010
Mit der „Misa Criolla“ des argentinischen Komponisten Ariel Ramirez erinnerte der Kirchenchor auf die 10jährige Missionszeit in Buenos Aires/Argentinien. Zum 31.08.2010 endete das Pastoral in Mainburg.

Empfang des neuen Stadtpfarrer Josef Paulus, 01.09.2010
Josef Paulus wurde in Mainburg ein herzlicher Empfang durch die Bevölkerung und im Rathaus bereitet.

Stadtpfarrer Josef Paulus wird neuer Präses der Kolpingsfamilie, 30. März 2011
Nach der Wahl in der Jahreshauptversammlung und der Zustimmung der Diözese Regensburg, wurde Stadtpfarrer Josef Paulus am 30.03.2011 feierlich als Präses der Kolpingsfamilie installiert.

Wolfgang Friedl zum Ehrenmitglied ernannt, 28. März 2012
Aufgrund seiner Verdienste um die Kolpingsfamilie Mainburg, wurde der langjährige Vorsitzende, Wolfgang Friedl zum Ehrenmitglied ernannt.

Neben den angeführten Ereignissen wurde das Programm der Kolpingsfamilie durchgeführt.
Dies bedeutet, dass im jedem Jahr die Winterwanderung zu nahegelegenen Orten, die Maiandachten in den umliegenden Kapellen, die Johannesfeier auf dem Festplatz mit der Integration der Bevölkerung, das Pfarrfest am Pfarrheim, die Altkleidersammlungen im Frühjahr und im Herbst, sowie Vorträge zum Oster- und Pfingstfest, das Gesellenkranzl im Christlsaal und die Politischen Abende im Rahmen des „Politstamtisches“ mit Bundes- und Landtagsabgeordneten, Landräten, Bezirkstagspräsidenten, Bürgermeister und Fraktions-vorsitzenden der Kommune Mainburg, durchgeführt wurden.

Der Kolping - Männer -Singkreis stellt seine Aktivitäten im Jahre 2012 ein
Der Kolping-Singkreis wurde von Pater Aidan ofm Cap im Jahre 1965 gegründet. Seit 1967 leitete Peter Berg den Singkreis. Aus Altersgründen und zuwenig Nachwuchssänger mußten im Jahre 2012 die Aktivitäten eingestellt werden. In den vergangenen Jahren trat der Singkreis öffentlich bei Geburtstagsfeiern, Ehejubiläen, Weihnachtsfeiern, Kolpinggedenken, Kirchenmusiktagen, Hochzeiten und Trauerfeiern von Kolpingmitgliedern auf.

Die Kolpingsfamilie vertraut auf die Führung der Vorstandschaft und auf die Unterstützung der Mitglieder. Auf diese Weise möchte die Kolpingsfamilie am sozialen Wirken der Stadt und der Pfarrgemeinde Mainburg teilnehmen.

Stand: Oktober 2012