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Johannisfeuer

Johannisfeuer der Kolpingsfamilie Mainburg 

Es ist auch in vielen nichtchristlichen Kulturen ein alter Brauch, am längsten Tag im Jahr eine Sonnwendfeier zu halten.
Man denkt zur Jahreshälfte daran, dass sich im Leben des Menschen Licht und Dunkel begegnen, ja dass es Götter des
Lichtes und Dämonen der Finsternis gebe. Die Menschen versuchen beide zu beschwören: Die Mächte des Bösen zu
bannen und die guten Geister um Hilfe anzurufen.

Das Feuer, das in diesen Tagen angezündet wird ist für sie ein Zeichen der Freude über die Fülle des Sommers, wo alles
der Reife zugeht. Zugleich aber weckt es das dunkle Gefühl des Zerstörerischen und führt uns vor Augen, dass nichts in
dieser Welt von Dauer sein kann.

In der Bibel weist das Feuer hin auf die Anwesenheit und Herrlichkeit Gottes und ist zugleich Zeichen seines reinigenden
Wirkens. Auch seine Kraft und Liebe deutet uns das Feuer an.

Wenn in dieser Abendstunde zum Gedenken an den heiligen Johannes ein Feuer eintzündet und gesegnet wird, dann
weist das auf etwas wichtiges hin: Ein Feuer macht das Dunkel hell, ermöglicht Orientierung und verbreitet Wärme und
Geborgenheit. Jesus hat von sich gesagt: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt wird nicht im Dunkeln gehen, sondern
das Licht des Lebens haben. Wir wollen ihm nachfolgen, unser Leben erleuchten lassen von seinem Geist und so selber zum
Licht für andere werden.